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Trainings lieber als Einzelteilnehmer oder Inhouse?

Unter unserem Label FISCHER Rhetorik bieten wir beides an. Sie können Ihre Mitarbeiter als Einzelteilnehmer zu unseren Veranstaltungen in Waldenbuch anmelden. Alternativ kommen unsere Trainer und Moderatoren zu Ihnen ins Haus, und das Training wird als Inhouse-Veranstaltung ausschließlich für Mitarbeiter Ihres Unternehmens durchgeführt. Immer wieder werden wir gefragt, was denn die bessere Variante sei. Nun, das kommt – wie so oft – auf die Situation an. Und Ihre Situation beurteilen Sie einfach und systematisch nach folgenden Aspekten.

Organisatorische Aspekte

Oft sind es ganz schlicht organisatorische Aspekte, die Ihnen die Entscheidung leichter machen. Diese Punkte lassen sich einfach und objektiv abklopfen, darum stellen wir sie voran.

  • Habe ich ausreichend Teilnehmer,
    damit eine Inhouse-Veranstaltung sinnvoll ist?
  • Können diese Teilnehmer
    alle gleichzeitig aus dem Tagesgeschäft rausgenommen werden.
    Ja? Dann auf Inhouse prüfen.
    Nein? Dann Einzelteilnehmer prüfen.
  • Ab welchen Kosten
    ab wieviel Teilnehmer rechnet sich eine Inhouse-Veranstaltung.
    Achtung: eventuelle Raumkosten sowie Reise- und Übernachtungskosten der Teilnehmer bzw. Trainer auf jeden Fall berücksichtigen!
  • Bin ich bereit, das Ausfallrisiko bei einer Inhouse-Variante zu tragen?
    Wenn nicht, dann lieber Einzelteilnehmer in einer offenen Veranstaltung buchen, denn hier liegt das Ausfallrisiko beim Anbieter.
  • Inhouse-Veranstaltungen bedeuten einiges mehr an internem organisatorischem Aufwand.
    Veranstaltungsraum, Veranstaltungstechnik, Essen, Getränke, Pausensnacks, etc müssen geregelt werden. Habe ich jemanden, der diese Arbeit leistet?
  • Sind die notwendigen Räumlichkeiten, technische Ausstattung, Verpflegungsmöglichkeiten für eine Inhouse-Veranstaltung vorhanden? Muss ich die Räumlichkeiten anmieten (z.B. Tagungshotel)? Und wie viel kostet das?
  • Termin: wie flexibel bin ich?
    Bei Inhouse-Veranstaltungen kann der Termin gemeinsam mit dem Anbieter festgelegt werden. Hier können auch Sonderwünsche wie Samstage, Sonntage, Veranstaltungszeiten, etc berücksichtigt werden. Bei offenen Veranstaltungen für Einzelteilnehmer sind Sie enger an die organisatorischen Vorgaben des Anbieters gebunden.

 

Inhaltliche Aspekte

Bei den inhaltlichen Aspekten wird es etwas schwieriger. Aber mit unserer folgenden Check-Liste, können Sie auch diese Entscheidung gezielt treffen.

  • Wie speziell sollen die Trainingsinhalte sein?
    Geht es bspw. ganz allgemein um kundenorientierte Gesprächsführung, so können diese Themen durchaus auch in einer offenen Veranstaltung gut trainiert werden. Hier gilt es einfach abzuwägen, ob das Angebot der offenen Veranstaltung sich gut mit Ihren intern definierten Anforderungen deckt. Gehen Sie dabei ruhig davon aus, dass in einer guten offenen Veranstaltung die Teilnehmer auch ihre individuellen Anliegen einbringen können.
    Zeigt sich in einer Firma jedoch, dass bspw. die Mitarbeiter zusätzlich auch die mit schwierigen Kundengesprächen auszufüllenden Formulare nicht ausfüllen, dann sieht es ganz anders aus. Das ist eine sehr spezielle Anforderung, die nur in einer Inhouse-Veranstaltung zufriedenstellend bearbeitet werden kann.
  • Sind zusätzliche Sonderformen sinnvoll?
    Für einen guten Transfer in den Arbeitsalltag ist es sinnvoll, das Training mit einem Coaching zu ergänzen. Bei einem Telefontraining lässt sich zum Beispiel ein Coaching am Arbeitsplatz ohne Aufwand realisieren. Und es bringt den Teilnehmern enorm viel, das im Training Erlernte in realen Kundengesprächen zu üben und individuell zu verbessern. Wenn Sie also ein Thema haben, bei dem eine zusätzliche Sonderform wie Coaching, Begleittage oder ähnliches sinnvoll ist, dann spricht das für eine Inhouse-Veranstaltung.
  • Gemeinsame Aktivität als Stimmungseffekt
    Trainings, Workshop, Weiterbildung haben immer auch einen emotionalen Effekt. Die persönliche Motivation des Teilnehmers oder das Miteinander mit den Kollegen beeinflussen die Stimmung. Wie kann dieser positive Effekt in Ihrem Falle besser erzielt werden: in einer offenen Veranstaltung oder in einer Inhouse-Veranstaltung?
  • Wie homogen soll die Teilnehmergruppe sein?
    Wollen Sie, dass die Teilnehmergruppe möglichst homogen ist, damit die Bedürfnisse der Teilnehmer sich bestmöglich decken? Beispiel: Servicetechniker, die Anlagen bei Industriekunden betreuen haben andere Rahmenbedingungen als Techniker, die Haushaltsgeräte bei Privatpersonen betreuen. Ein Kommunikationstraining ist vom Aufbau zwar ähnlich konzipiert, aber die Fallbeispiele der Teilnehmer und die daraus entstehenden Rollenspiele sind sehr unterschiedlich. Wenn eine homogene Gruppe mehr bringt, dann spricht dies für eine Inhouse-Veranstaltung. Entscheiden Sie sich bewusst dafür, dass Ihre Mitarbeiter sich mit Mitarbeitern anderer Firmen / anderer Branchen austauschen, dann melden Sie sie als Einzelteilnehmer zu einer offenen Veranstaltung an.
  • Berühren die Inhalte sensible Punkte?
    Wir sprechen hier von wirklich sensiblen Punkten, die Außenstehende nichts angehen. Und das geht über die Trainingsinhalte hinaus. Wenn Sie fürchten, dass Teilnehmer in einer Gruppe anfangen “aus dem Nähkästchen zu plaudern“, sei es aus Unachtsamkeit oder weil sie es als Beispiele für Rollenspiele einbringen, dann ist eine Inhouse-Veranstaltung natürlich immer die bessere Option. Auch scheinbar harmlose Bemerkungen in Pausengesprächen wie “Ach ja, das Beschwerdemanagement funktioniert bei uns auch überhaupt nicht, da hatten wir kürzlich einen Kunden, der hat doch tatsächlich, …“ haben fatale Signale nach außen.

Thematische Aspekte

  • Individuelle Kompetenzen
    lassen sich in offenen Veranstaltungen gut bearbeiten und trainieren. Hierunter fallen Themen wie Rhetorik, Gesprächsführung, Arbeitstechnik, Zeitmanagement, etc. Wenn also die organisatorische und inhaltliche Checkliste auf eine offene Veranstaltung hinweist, dann spricht bei diesen Themen wirklich nichts dagegen. Aber, auch hier gibt es ein ABER, und das ist sehr wichtig: es dürfen keine kulturellen Werte oder ungeschriebenen Gesetze Ihres Unternehmens verletzt werden. Lernt beispielsweise ein Teilnehmer in einer offenen Veranstaltung Zeitmanagement, dass es arbeitstechnisch sinnvoll ist, wichtige Themen ungestört in einer stillen Stunde zu bearbeiten, und dass es ebenso sinnvoll ist, sich diese stille Stunde regelmäßig einzuplanen, so wird er dieses Wissen in seiner Abteilung nur schwer umsetzen können, wenn alle Kollegen das anders sehen, weil sie nicht auf der Veranstaltung waren. Und er wird es in seinem Unternehmen überhaupt nicht umsetzen können, wenn dort die Kultur der “offenen Bürotür“ groß geschrieben wird. Hier geht das Thema sofort in die Tiefe (wie kann ich meine stille Stunde etablieren ohne gegen die Firmenwerte zu verstoßen oder hinterfragen wir mal den Firmenwert “Offene Bürotüre“) und ist nur in einer Inhouse-Veranstaltung gut aufgehoben. Entscheide Sie sich, einen Teilnehmer dennoch zu einer offenen Veranstaltung zu schicken, so müssen Sie damit rechnen, dass er nicht alle erlernten Kompetenzen auch wirklich umsetzen kann, und die Veranstaltung vielleicht nicht den erhofften Nutzen bringt.
  • Organisatorische Kompetenzen
    Unter diesem Aspekt verstehen wir alles, was über die individuellen Kompetenzen hinausgeht. Beispiel: “Wie kann ich im Verkaufsgespräch sicher argumentieren?“ wäre eine individuelle Kompetenz. “Wir wollen ein Produkt stärker forcieren, also sollen unsere Verkäufer im Verkaufsgespräch entsprechend anders argumentieren“ wäre eine organisatorische Kompetenz. Sie geht über die Einzelleistung des Vertriebsmitarbeiters hinaus. Denn es geht in erster Linie um eine Argumentationslinie für ein bestimmtes Produkt (=organisatorische Kompetenz) und erst anschließend um die Befähigung des Mitarbeiters (=individuelle Kompetenz). Außerdem müssen solche Aspekte gut mit der Personal- und Organisationsentwicklung abgestimmt sein. In diesem Fall kommen ausschließlich Inhouse-Veranstaltungen in Frage
  • Wohlfühlfaktor der Teilnehmer
    Der Wohlfühlfaktor der Teilnehmer spielt natürlich eine große Rolle für den Lernerfolg. Nun gibt es Themen, wie zum Beispiel Rhetorik und Präsentation, die oft mit viel persönlichem Stress und innerer Unsicherheit verbunden sind. Hier kommt es extrem auf die Mitarbeiter an. Manche arbeiten an so persönlichen Punkten lieber in einer vertrauten Umgebung, wenn sie auch die anderen Teilnehmer (also die Kollegen im Falle einer Inhouse-Veranstaltung) gut kennen. Andere wiederum fühlen sich vor den eignen Kollegen stark gehemmt und erzielen bei einer offenen Veranstaltung viel bessere Ergebnisse. Ähnlich verhält es sich mit Themen wie Konfliktmanagement. Dieses Thema ist dann inhouse besser aufgehoben, wenn jeder um die firmentypischen Konflikte und entsprechende Verhaltensmuster Bescheid weiß. Teilnehmer, die jedoch eine firmeninterne Gerüchteküche befürchten, fühlen sich als Einzelteilnehmer in einer offenen Veranstaltung wohler.

Sie wissen, was Sie oder Ihre Mitarbeiter brauchen. Und Sie können am besten entscheiden, ob Inhouse oder Einzelteilnehmer die bessere Wahl ist. Unser heutiger Blog soll Ihnen als neutrale Entscheidungshilfe diese Wahl leichter machen. Wir freuen uns immer, mit Ihnen zu arbeiten. Ob wir zu Ihnen ins Haus kommen, oder Sie bei uns begrüßen.

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